Eishockey-Crashkurs
 

Die Geschichte des Eishockey

Eishockey erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit und wird bei Experten als die neue Trendsportart gehandelt. Doch wo kommt Eishockey eigentlich her?

Über die exakte Geburtsstätte streitet man sich, aber eines ist klar: Das Mutterland ist Kanada . Auch heute noch kommen die besten Spieler aus Kanada, denn dort ist Eishockey Volkssport Nummer 1.

Kommen wir nun zu der Entwicklung vom Eishockey. Es wurde nicht einfach erfunden, sondern entwickelte sich aus dem Feldhockey. Um 1800 spielte man am King's College in Windsor (Nova Scotia) zum ersten Mal "Hurley". Eben jenes Spiel war eine frühe Form des Feldhockeys. In England kannte man das Spiel unter "Cricket" und in Schottland hieß es "Shintyquot;. Das Spiel konnte man aber nur im Sommer spielen. Da die Kanadier im Winter immer auf den zugefrorenen Teichen Schlittschuh liefen, und ihnen das auf die Dauer zu langweilig wurde, kamen sie auf die Idee "Hurley on ice" zu spielen. Das war die Geburtsstunde des Eishockeys.

Früher spielte man Eishockey noch ohne feste Regeln, und so passierte es auch schon, dass bis zu 30 Mannen auf einem Feld zusammen spielten. Doch ein Mann fasste sich ein Herz und stellte die ersten Regeln für dieses Spiel auf: Es war James George Aylwin Creighton aus Halifax , der die "Halifax Rules " veröffentlichte. Jene beinhalteten:

  • Jedes Team besteht aus 9 Spielern
  • 2 Halbzeiten zu je 30 Minuten mit 10 Minuten Halbzeitpause
  • Stockschläge waren verboten
  • Der Stock durfte nicht über Schulterhöhe geführt werden
  • Nach jedem erzielten Tor sollten die Seiten gewechselt werden

Unter diesen Regeln wurden die ersten Spiele zwischen Collge- und Universitätsmannschaften ausgetragen.

Doch schon bald wurden diese Regeln wieder überarbeitet. Es traten die sogenannten "Montreal Rules " in Kraft. Die Teams schrumpften von 9 auf 7 Spielern, dass aus folgenden Spielern bestand:

  • 1 Goal Keeper / Goal Tender ( Torwart )
  • 1 Point sowie 1 Cover Point ( Abwehrspieler )
  • 3 Forwards und 1 Rover, war meist der schnellste und beste Spieler ( Angriffsspieler )

Um 1878 wurden auch die Halbzeiten zu dem heutigen System umgeändert, von 2 mal 30 Minuten auf 3 mal 20 Minuten.

Zurück zu Creighton, den man auch als "Missionar des Eishockey " bezeichnen könnte. Er zog -als Anwalt arbeitend- nach Ottawa und brachte das Spiel zu den Menschen. In Ottawa wurde dann auch die erste Amateur-Liga gegründet. Ab da ging alles ganz schnell: Der Wintersport eroberte ganz Kanada und schwappte über in die USA, wo es sich ebenfalls sehr schnell großer Beliebtheit erfreute. Man baute überdachte Eishallen zum Spielen, und nach einiger Zeit kamen dann die ersten künstlichen Eisflächen, so dass man nun auch im Sommer spiele konnte.

So kommt es, dass fast 1 Million Menschen in Kanada aktiv Eishockey spielen, und der Sport auch in Ländern gespielt, wo man Eis oder Schnee nur aus Erzählungen oder Reisen kennt.